Das größte Problem beim VAR ist ja systematischer Natur, was wollen wir überhaupt vom VAR? Es wurde defeniert er soll bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen - was in der Hinrunde in die Richtung ausartete dass er am laufenden Band eingriff obwohl es definitiv keine "klare Fehlentscheidung" war.
Jetzt wurde das ja bewusst recht deutlich reduziert - nun kommen wir zu der Frage ab wann ist es denn eine "klare Fehlentscheidung"?
Z.b. ein ausbleibender Elfmeterpfiff - wenn ich sage zu 60% pfeift man den wars dann klar? Oder 70, 80? Erst bei nahezu 100?
Aktuell scheint mir die Handhabe wirklich dass man sagt "ok kann man evtl mit 3 zugedrückten Augen noch so sehen - lassen wir weiterlaufen.
In der Hinrunde wars genau umgekehrt da hat der Schiri nen 50:50 Elfer nicht gepfiffen und der VAR hat gesagt "guggs dir nochmal an das könnte evtl falsch gewesen sein".
Wenn ich sage ich will immer die bestmögliche Entscheidung und nicht nur krasse Fehler verhindern dann ist die Folge dass ich den Schiri entmachte, dann brauch ich 3 VAR die alle sofort ihr Votum abgeben und der Schiri auf dem Feld ist nur noch Vollstrecker der Mehrheitsentscheidung.
Keine Ahnung welcher Weg nun wünschenswert ist, ich denke der aktuelle bei dem man im Zweifel eher zu wenig als zu oft eingreift kommt dem Spielfluss eher zugute.
HanneloreHorst schrieb:
Es ist auch "direkte Konkurrenz" schwächen, wenn man einen aufstrebenden Gegner eine Schlüsselfigur abkauft, egal wie viel Talent oder Können dieser Spieler hat, wenn er für dieses Team der Schlüsselbaustein für das große Ganze ist, dann ist das ein entscheidendes Schwächen.
So ist es bei Rode und Frankfurt gewesen, bei Hoffenheim mit Süle , Rudy und Wagner, bei Dortmund mit Götze, Lewadowski und Hummels, Bei Schalke mit Neuer und bald Goretzka.
Die Bayern wären ja dumm diese Spieler erst dann zu holen, wenn die gegnerischen Mannschaften auf ihrem Zenit sind und die Bayern längst verdrängt haben, daher ist es trotzdem ein Konkurrenz schwächen.
Die Bayern bringen die Spieler nicht wirklich vorwärts aber die Gegner werden elementar geschwächt.
Ich weiß bei dem Thmea werden wir so oder so nie einen generellen Konsens finden aber diesen einen Punkt im speziellen will ich nochmal aufgreifen.
Also Rode oder jetzt die Hoffenheimer sind präventive Eingriffe - diese Strategie hätte ich gerne mal in Detail erklärt.
Warum ausgerechnet Rode? Was hebt denn Frankfurt von x anderen BL Teams ab bei denen man nicht eingegriffen hat? Warum nen Frankfurter kaufen zu nem Zeitpunkt als alle Experten sagten der nächste große Gegner wird Wolfsburg?
Frankfurt war mit Rode 13/14 Platz 13 in der BL - die wirklich aufstrebenden Teams waren da eher Mainz (7.) oder Augsburg (8.) und oben natürlich Wolfsburg.
Wenn ich jetzt selbst Frankfurt schwächen will dann muss ich doch von mindestens der Hälfte aller Teams Schlüsselspieler holen sonst ist das doch völlig inkonsequent und nutzlos.
Oder kommen wir zu Hoffenheim - die kommunizieren selbst ganz offen dass sie ein Verkaufsverein sind und die Ablösen Teil des Geschäftsmodells sind.
Toljan nach Dortmund, Volland Leverkusen, Firmino Liverpool, Obasi Schalke, Ibisevic Stuttgart, Sigurdsson Tottenham ...
Jeder der bei Hoffenheim einen gewissen Wert entwickelt hat wurde verkauft.
Bei Süle standen die Interessenten unter Garantie Schlange und dann soll sich Bayern genötigt fühlen den wegzukaufen obwohl klar ist dass die Arbeit auch andere machen würden?
Mal ganz davon abgesehen dass wir auf der IV klaren Bedarf hatten - mehr Einsatzminuten als Süle haben aktuell übrigens nur Ulreich, Kimmich und Lewy.
Da wären wir dann bei Punkt #3 - wo bitte bringen uns Spieler wie Lewy, Hummels und Neuer nicht weiter? 3 weltklasse Stammspieler die sich von der ersten Minute an durchgesetzt haben.
Dass Talente wie Rode oder Götze nicht eingeschlagen haben lässt sich wohl kaum verhindern, die Scouting Abteilung die nur Volltreffer holt hätten wir auch gerne. Solange es aber auch Fälle wie Kimmich gibt lohnt sich die Sache.
Es ist immer sehr einfach sich ein paar Fakten herauszupicken und daraus irgendwelche Geschichten zu konstruieren - ob diese dann ein schlüssiges Gesamtbild ergeben ist eine völlig andere Sache.