Ich schätze, das Chaos wird noch ne Weile andauern. Keiner traut sich so richtig aus den Startlöchern, weil gleich wieder von irgendeiner Seite ein Shitstorm losbricht.
Wie es den Belgiern mit ihrem unabgesprochenen Alleingang ergangen ist, hat man ja gesehen, obwohl das imho eine ziemlich vernünftige Lösung war.
Es muss irgendwann ein Zeitpunkt X kommen, an dem unter Abwägung aller gesundheitlichen und volks- sowie betriebswirtschaftlichen Risiken der Neuanfang los geht. Nicht gleich auf 100% aber peu á peu alles wieder hoch fahren, bevor die Wirtschaft komplett am Arsch ist.
Wenn die Saison im Profifussball nur mit Geisterspielen zu Ende gebracht werden kann, von mir aus. Alles ist besser, als einfach abbrechen und irgendwelche dubiosen Auf- und Abstiegsregelungen anzuwenden. Wenn die nächste Saison später anfängt, so what! Aber die meisten Clubs brauchen flüssige Mittel, sonst bricht der ganze Laden zusammen. Der Staatssäckel solllte so wenig wie möglich belastet werden. Situationen oder Diskussionen wie "retten wir die 2. Liga oder Condor?" sollen erst gar nicht entstehen, auch wenn es in beiden Fällen, um eine Menge Arbeitsplätze geht.
Der Konsens nach einem allgemeinen Neustart muss aber eingehalten werden, wenn man sich dazu entschieden hat, auch wenn die Virologen partiell anderer Meinung sind.
Mein persönlicher Wunschfahrplan sähe ungefähr so aus:
- ab irgendwann im Mai die Ligen 1-3 als Geisterspiele oder mit einer stark limitierten Anzahl Zuschauer zu Ende bringen, von mir aus auch in irgendeiner komprimierten Form an wenigen Spielstätten.
- die Amateurligen abbrechen und ab Sommer/Herbst eine neue Runde mit den gleichen Ligenteilnehmern starten.
- CL und PL in Turnierform ab ca. Juni schnell zu Ende bringen, mit einer limitierten Anzahl Zuschauer.
- Neue Saison, national wie international ab etwa September/Oktober, wieder mit einer limitierten Anzahl Zuschauer, falls immer noch erforderlich, damit wenigstens etwas Atmosphäre aufkommt.