News Vodafone Pass: Zero-Rating-Angebot vor Gericht

acty

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#1
Nachdem der Vodafone Pass als Zero-Rating-Leistung bereits kurz nach Vorstellung seitens der Bundesnetzagentur und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert wurde, folgt nun die Klage vor dem Landgericht Düsseldorf. Die Ausgestaltung des Vodafone-Passes verstößt laut dem vzbv gegen geltendes EU-Recht.

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#2
Hallo.

Bei der Telekom ist es doch auch so, dass StreamOn Music nicht im EU Ausland gilt? Waren neulich in Kroatien und da wurde alle Musik die ich hörte via Spotify voll auf mein reg. Volumen gerechnet. Worin unterscheidet sich das dann von D2 - die Telekom hat ja deswegen keinen Stress mit der VZ oder kommen die auch noch dran?
 
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#4
Die kommen noch dran.
Das Interessante ist, dass der Pass als auch StreamON nicht die Netzneutralität einhalten.
Als die BundNA die Telekom aufgefordert hat, die Dienste auch für deu Europäische ausland zu ermöglichen, sagte man, dass man diese Dienste sonst ganz abschalten müsste - wodurch dann wieder die netzneutralität gewahrt wäre - was gut ist :)

Also die BundNA und die vbzv sorgen also von hinten durch die Brust ins Auge, dass die Provider die Netzneutralität einholen sollen ;)
 
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#5
Aha, wusste ich gar nicht, dass das bei der Telekom auch noch nicht so final ist wie es im Moment von denen angeboten wird. Ich bin gespannt wie es endet, hoffe jedoch, dass nicht darauf gepocht wird dass in der ganzen EU zu ermöglichen oder komplett abzuschalten, denn ich nutze es mehrere Stunden täglich und fände es sehr schade, wenn es nicht mehr im Volumen inkludiert ist.
 
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#6
Es ist ein Trauerspiel!

Dass die Anbieter scheinbar ohne Weiteres Videostreaming mobil anbieten können, ist somit doch klar. Wieso also bieten sie nicht generell eine ordentliche, ECHTE Flatrate für's mobile Netz an - und damit meine ich keinen 80 Euro Käse von der Telekom!

Verbraucher können den Vodafone-Pass derweil nur auf dem Gerät nutzen, das die entsprechende SIM-Karte enthält. Die Nutzung der Vertrags-Apps auf einem anderen Endgerät mittels Hotspot führt hingegen zu einer Anrechnung auf das vertraglich vereinbarte Datenvolumen.
Das ist doch der blanke Hohn!

Wenn ich mit Handy und Laptop unterwegs bin und die SIM-Karte im Handy stecken habe, so kann ich mir Videos und co. "unangerechnet" nur auf dem Handy anschauen. Wenn ich den WLAN-Hotspot aktiviere und mit dem Laptop bzw. dort per HDMI-Ausgang auf einem TV das Angebot nutzen will, wird's auf die monatliche Datenrate angerechnet?!

Aber wenn ich nen SIM-Slot im Laptop habe bzw. nen UMTS-Stick besitze, dann friemel ich einfach die SIM-Karte aus dem Handy raus, kann nicht mehr angerufen werden, dafür aber wieder problemlos auf unangerechnetes Volumen die Dienste in Anspruch nehmen?!

Mir fehlen die Worte.

Bereits 2012 habe ich in den USA eine SIM-Karte für einen Monat lang gehabt, prepaid, die hat umgerechnet ca. 45 Euro gekostet und mit der konnte ich nicht nur in den gesamten USA per Fullflat surfen, sondern auch landesweit mit einer Mobilflat telefonieren, landesweit per Landline (also festnetz) telefonieren und in 50 Ländern weltweit jeweils 10 Festnetz-Rufnummern per Flatrate telefonieren.

Das war DIE ideale Urlaubs-SIM!

Als ich die Frau im Telefonladen beim Kauf damals in Las Vegas fragte, wie es mit dem Datenvolumen aussieht... Traffic-Limit etc... die hat mich angeschaut wie ein Kenworth-Truck :D

Cya, Mäxl
 

estros

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#7
War nicht neulich eine FairUse Regelung für die EU im Gespräch? So wird es für VF nicht elendig teuer in der EU, aber man kann es trotzdem noch gut nutzen.

@DJMadMax
Sowohl Telekom, Vodafone als auch O2 haben mittlerweile Flats im Angebot. Auch als Multi-SIM nutzbar.
 

Lord_Ariakus

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#8
Zu den Preisen in Deutschland muss man ja nicht viel sagen^^
Ja, es gibt teurere Länder, aber auch Länder, in denen das ungleich günstiger ist. Speziell das mobile Datenvolumen, mit dem hier im Neuland extrem gegeizt wird.

Mich jedenfalls freut es, dass man gegen diese Sachen vorgeht.

@estros

Ja, haben die mittlerweile. Für 80 oder 90 Euro!
Tut mir leid, aber wenn wir bei der Häflte angekommen sind, dann denke ich nochmal drüber nach.
 
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#9
Ja nur wenn man die Provider zwingt das EU weit einzuführen oder ganz abzuschalten, dann kann ich mir denken für was diese sich entscheiden werden und dann haben wir weniger als jetzt und niemand hat gewonnen. Was nicht heißt, dass ich es auch nicht begrüßen würde, StreamOn oder wie sie alle heißen auch im EU Ausland zu haben.
 

RYZ3N

Lieutenant
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#10
Ich würde mich wirklich sehr freuen wenn vor dem Landesgericht Düsseldorf ein klares und vor allem hartes Urteil gegenüber diesem Verstoß gegen die Netzneutralität zustande kommt. StreamOn, Vodafone Pass & Co. sorgen nur für eine Zweiklassengesellschaft im Internet, so wie es die USA auch schon seit längerm plant.

Weshalb das mobile "Neuland" in Deutschland noch immer so stiefmüttlerlich behandelt wird und deutsche Mobilfunkanbieter mit Lachnummern wie 1,25/2/2,5/3/5GB Datenvolumen werben? Das weiß nur Gott oder eben die Mobilfunkanbieter selbst.

Ich wohne an der deutsch/niederländischen Grenze und 2km weiter bei Vodafone NL sieht's wie folgt aus:

Vodafone Red 20GB = 24 Euro
Vodafone Red SUPER 40GB =31 Euro
Vodafone Red FLAT unbegrenzt = 42 Euro

In anderen Ländern sieht's sogar noch besser aus. Da braucht's dann auch keine Diskussion um StreamOnm Vodafone Pass & Co.

Liebe Grüße
Sven
 
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#11
Das witzige ist das der Video Pass von Vodafone nur auf Bezahldienste wie Netflix und Maxdome oder so ausgelegt ist. Youtube ist davon ausgeschlossen...-obwohl es dies mittlerweile auch als Bezahldienst gibt.

Auch ist das Angebot seitens Vodafone/Telekom nicht bindend und kann von denen wiederrufen werfen. Magenta mit en paar GB und einem Pass für 50€? WTF?

Auch wenn ich bestimmt viel Gegenwind bekomme aber ich habe mein Vertrag bei o2 Free verlängert. 3GB und dann immer noch 1Mbit reicht für Spotify, Youtube und so aus. Plus Allnetflat für insgesamt 10,99€.
 

AMD-Mafiosi

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#12
Tja schade dass die TCom eben nur Profit sieht.. Sowas wie O2 Free bei der Telekom wäre ja mein Favorit..
Und dann darf es auch gern 50€ Kosten, denn ich habe kein Bock drauf in 5min das Datenvolumen mit 225Mbit/s durch zu nudeln.. Dann lieber 5-10Mbit garantiert und das Volumen per LTE abrechnen...Damit wäre man aber Kundenfreundlich

@Rotfuxxs :
Habe selber O2 Free L.. Das einzige was nervt ist die Netzabdeckung und der Service, dafür ist eben O2 echte Flat und der Preis unschlagbar.

@RYZ3N :
Sven das ist in Deutschland doch nicht möglich laut TCom, weil dann die Netze zusammenbrechen o.0
 
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#13

Oneplusfan

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#14
Die 1 Mbit dann dafür mit ner Netzabdeckung aus der Hölle.

Mir würds schon reichen wenn alle Anbieter verpflichtet werden, die Drossel auf 1-2 mbits anzuheben. Und das im LTE Netz
 
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#15

Computerfuchs

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#16
Verbraucher können den Vodafone-Pass derweil nur auf dem Gerät nutzen, das die entsprechende SIM-Karte enthält. Die Nutzung der Vertrags-Apps auf einem anderen Endgerät mittels Hotspot führt hingegen zu einer Anrechnung auf das vertraglich vereinbarte Datenvolumen.
Kann mir mal jemand erklären, wie das technisch funktioniert? Woran erkennt Vodafone, ob ich Tethering aktiviert habe, oder ob ich die SIM-Karte ausgebaut und ins LTE-Modem meines Laptops eingebaut habe?
Wüsste nicht, dass es einen Standard gibt, der Modems dazu veranlasst, den Tethering-Status an den Provider zu übertragen. Man könnte das höchstens aus einer Kombination von Betriebssystem und Modemhersteller erraten, was aber sicher fehleranfällig ist.
 

MaverickM

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#17
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#18
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#19
@Marcel55 Ich kenne die technischen Lösungen ja selbst, mir gehts einfach nur darum, dass der Netzanbieter da wieder am rumschnüffeln und ausspionieren ist, ob der Traffic auch tatsächlich am eigentlichen Gerät verbraucht, oder nur durchgeschliffen wird... als wenn das nicht piep-egal wäre. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob diese Art der Restriktion nach deutschem bzw. nach EU-Recht so machbar ist.

Cya, Mäxl
 

MaverickM

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#20
@Marcel55 Viele Geräte unterstützen kein MHL mehr. Miracast lagt zudem stark, Video schauen ist darüber eher grausam.
Abgesehen davon können Apps wie etwa Netflix die Nutzung von MHL, Miracast oder Screen-Recordern unterbinden und den Dienst verweigern.
 
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