Im Test vor 15 Jahren: Die letzten 8×-DVD-Brenner für DVD-5

Robert McHardy 143 Kommentare
Im Test vor 15 Jahren: Die letzten 8×-DVD-Brenner für DVD-5

tl;dr: Kurz vor dem Start des DVD-9-Formats testete ComputerBase mit dem MSI DR8-A und dem Teac DVW58G (Test) zwei der letzten DVD-8×-Brenner für das alte DVD-5-Format. Im Test konnten sich beide beweisen, Kritik gab es dafür von anderer Stelle.

Eine oder zwei Lagen für die Daten

Sowohl der MSI DR8-A als auch der Teac DVW58G unterstützten lediglich das alte DVD-5-Format, das vorsah, Daten einseitig und -lagig auf einer DVD abzuspeichern, und 4,7 GByte Speicherkapazität bot. Das neuere DVD-9-Format setzte zwar weiterhin auf eine einseitige Abtastung, die DVD musste also nicht wie bei DVD-10 händisch „gewendet“ werden, um auf alle Daten zuzugreifen, aber besaß zwei Lagen. Dadurch erhöhte sich die Kapazität auf 8,5 GByte. Im Falle der beiden getesteten Laufwerke war zum Testzeitpunkt noch nicht bekannt, ob die Hersteller DVD-9-Kompatibilität per Firmware nachreichen oder nicht.

Bezüglich der Schreib- und Lesegeschwindigkeiten glichen sich die beiden Laufwerke auf dem Papier vollkommen. Beide beherrschten zudem das wiederbeschreibbare DVD-RAM-Format nicht. Das MSI-Laufwerk besaß mit HD-Burn eine Technik, die es erlaubte, auf einer herkömmlichen 700-MByte-CD 1,4 GByte an Daten zu schreiben. Entsprechend beschriebene Medien konnten allerdings nur von HD-Burn-fähigen Laufwerken wieder gelesen werden.

Herstellerangaben zu den Laufwerken
MSI DR8-A Teac DV-W58GK
Schreiben Lesen Schreiben Lesen
CD-R 40× CLV 40× CAV 40× CLV 40× CAV
CD-RW 24× CLV 40× CAV 24× CLV 40× CAV
DVD+R 8× CLV 4× CLV 8× CLV 4× CLV
DVD+RW 4× CLV 4× CLV 4× CLV 4× CLV
DVD-R 4× CLV 4× CLV 4× CLV 4× CLV
DVD-RW 2× CLV 4× CLV 2× CLV 4× CLV
DVD-ROM 12× CLV 12× CLV

In puncto Leistung konnten beide Laufwerke im Test überzeugen. Abhängig vom Format konnte sich der DV-W58GK weiter oder weniger weit absetzen, lag aber mit Ausnahme von DVD-R und CD-R vor dem MSI-Modell. Gegenüber anderen 8×-Laufwerken von LG und Traxdata war die Leistung abhängig vom Test entweder nahezu identisch, drastisch schlechter oder deutlich höher. Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich bei den Lesegeschwindigkeiten, wobei das MSI-Laufwerk hier in vier von sechs Fällen den ersten Platz belegte.

Ein gänzlich anderes Bild zeichnete sich bei den Erkennungszeiten eines Mediums ab. Je nach Format lagen fast sieben Sekunden zwischen den beiden Laufwerken, wobei MSI konsequent das langsamere Modell stellte. Gegenüber dem Traxdata RW2500 lagen die Erkennungszeiten im Extremfall sogar bei über 200 Prozent.

Im Labor gab es Probleme

Der DR8-A war trotz des höheren Preises von 129 Euro gegenüber den 99 Euro des DV-W58GK im Endergebnis zwar etwas langsamer, dennoch lieferten beide Laufwerke eine solide Leistung. Ein Kritikpunkt, den ComputerBase vor 15 Jahren nicht selbst beurteilen konnte, aber von der Zeitschrift c't bemängelt wurde, war die generell hohe Fehlerrate von mit 8×-Brennern beschriebenen DVDs. Das konnte dazu führen, dass entsprechend beschriebene DVDs nicht mehr lesbar waren. In Angesicht dessen und der baldigen Einführung des DVD-9-Formats konnte ComputerBase am Ende des Tests keine klare Kaufempfehlung für einen der beiden Brenner aussprechen.

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In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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