Im Test vor 15 Jahren: Bei Dells Inspiron 8600 ließ sich fast alles auswechseln

Robert McHardy 94 Kommentare
Im Test vor 15 Jahren: Bei Dells Inspiron 8600 ließ sich fast alles auswechseln

tl;dr: Mit dem Inspiron 8600 bot Dell vor 15 Jahren ein High-End-Notebook an, das neben der hohen Leistung vor allem mit dem modularen Aufbau punkten konnte. Dell erlaubte den Tausch vieler Komponenten und das farblich individuelle Anpassen des Notebooks. Die Leistung erlaubte die Nutzung des Inspiron 8600 als Desktop-Ersatz.

Modularer Aufbau und geringe Mobilität

Mit einem Gewicht von 3,27 kg auf Abmessungen von 35,9 × 3,8 × 27,4 cm war der Inspiron 8600 für ein 15,4-Zoll-Notebook zwar nicht besonders kompakt, aber auch nicht übermäßig groß. Das Display bot eine – für das Jahr 2003 sehr hohe – Auflösung von 1.920 × 1.200 Bildpunkten. Das getestete Modell wurde von einem Intel Pentium M mit 1,7 GHz in Zusammenspiel mit 1.024 MByte Arbeitsspeicher mit 333 MHz und einer Nvidia GeForce FX Go5650 mit 128 MByte Grafikspeicher angetrieben.

Technische Daten
Display 15,4" WUXGA (1.920 × 1.200 Pixel) UltraSharp-TFT
Prozessor Intel Pentium M mit 1,7 GHz
Chipsatz Intel 855PM-Chipsatz, 400 MHz Front Side Bus, 4× AGP
Arbeitsspeicher 1.024 MByte DDR 333 MHz (2× 512 MByte Infineon CL 2,5), maximal 2.048 MByte
Grafikkarte Nvidia GeForce FX Go5650, 128 MByte
Soundkarte SigmaTel C-Major Audio, AC97
Festplatte IBM Travelstar IC25N040ATCS05-0, 40 GByte Ultra-ATA/100, 5.400 RPM
Optisches Laufwerk Philips DVD+RW SDVD6004
Kommunikation 802.11b/g WLAN (11/54 MBit), 10/100-MBit-LAN und 56k-V.92-Modem inklusive Modemkabel
Mausersatz Alps Touchpad; Trackstick
Anschlüsse VGA, TV-Out (SVHS/Cinch), 2× USB 2.0, FireWire, Infrarot, parallel, seriell, Kopfhörer, Mikrofon, SPDIF-Ausgang, 1× PCMCIA Typ II, Dockingport
Akku Sanyo Lithium-Ionen 11,1 V, 7,2 Ah; 3,5 Stunden
Gewicht 3,27 kg
Abmessungen 35,9 × 3,8 × 27,4 cm
Betriebssystem Microsoft Windows XP Home SP 1, DirectX 9.0a
Garantie Je nach Wahl zwischen 1 und 3 Jahren bei verschiedenen Leistungsstufen

Der modulare Aufbau des Inspiron 8600 erlaubte es, viele der Komponenten einfach zu tauschen. Das optische Laufwerk konnte beispielsweise gegen ein anderes Modell, ein Disketten-Laufwerk, eine weitere Festplatte oder einen zusätzlichen Akku gewechselt werden. Auch die verbaute Festplatte ließ sich problemlos gegen ein anderes Modell austauschen. Der Arbeitsspeicher konnte auf bis zu 2.048 MByte in zwei Steckplätzen getauscht werden, die im Auslieferungszustand allerdings schon beide belegt waren. Dell ermöglichte sogar den Austausch des Lüfters und zusätzlich auch der WLAN-Karte und des Modems. Der Prozessor und die Grafikkarte waren nicht austauschbar.

Mittels verschiedenfarbiger Blenden ließ sich der Inspiron 8600 farblich individuell gestalten. Für 35 Euro erhielten Käufer einen Aufsatz für den Deckel des Notebooks in den Farben Blau Metallic, Grüner Bambus, Wurzelholz oder Anthrazit Nebel.

In den Benchmarks lag der Prozessor des Inspiron 8600 zwischen vier und 17 Prozent hinter einem Desktop-Rechner auf Basis eines Pentium 4 mit 2,53 GHz. In Sachen Gaming-Leistung konnte das Dell-Notebook ebenfalls überzeugen. Im 3DMark 2003 reichte die Leistung aus, um eine Radeon 9500 mit 64 MByte Grafikspeicher in die Schranken zu verweisen. Im älteren 3DMark 2001 SE musste sich der Laptop aber um knapp 20 Prozent geschlagen geben.

Mit einer Akkulaufzeit von etwa drei Stunden war der Inspiron 8600 nicht für lange Nutzung abseits einer Steckdose gedacht. Ein interessantes Merkmal des Notebooks war, dass der Akkustand per Knopfdruck über eine LED-Statusleiste ausgegeben werden konnte. Das größte Manko des Inspiron 8600 dürfte für viele Nutzer aber der hohe Preis von 2.685 Euro gewesen sein. Damit platzierte Dell den Laptop klar im High-End-Bereich, aber abseits der Business-Modelle.

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