19/19 Radeon HD 5570 im Test : Guter Multimedia-Künstler mit Stärken beim Verbrauch

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Fazit

Mit der Radeon HD 5570 geht AMD einen weiteren Schritt zur Komplettierung der Radeon-HD-5000-Serie. Die heute vorgestellte Karte findet in der Nische zwischen Radeon HD 5450 und Radeon HD 5670 ihren Platz.

Bezüglich der Leistung macht die Radeon HD 5570 einen gewaltigen Schritt gegenüber der Radeon HD 4550. Dabei muss aber angemerkt werden, dass der Name wohl die einzige Verwandtschaft der beiden Karten ist: Sowohl die Leistung als auch der Preis sind stark unterschiedlich. Ein besserer Vergleich ist dagegen die „alte“ Radeon HD 4670, die in etwa dieselbe Leistung aufweist. Unter 1280x1024 konkurrieren die beiden Karten miteinander.

So schafft es die Radeon HD 5570 ohne Anti-Aliasing sowie der anisotropen Filterung sich um sechs Prozent vor die Radeon HD 4670 zu setzen. Die „neue“ Radeon HD 5670 ist dagegen um 30 Prozent flotter als die Radeon HD 5570. Dasselbe gilt für die GeForce GT 240 von Nvidia mit GDDR5-Speicher, die um 14 Prozent mehr Geschwindigkeit aufbietet. Mit den beiden qualitätssteigernden Features dreht die Radeon HD 4670 dagegen den Spieß um und rendert um acht Prozent flotter als die neue DirectX-11-Karte – dies ist vermutlich in der höheren Texturleistung begründet. Jedoch sind beide Modelle für diese Qualitätseinstellung zu langsam, weswegen das Verhalten interessant ist, aber keine Rolle spielt.

Die Lautstärke der Radeon HD 5570 fällt uns dagegen schwer zu beurteilen, da das Referenzdesign erfahrungsgemäß in dieser Preisklasse von keinem Boardpartner übernommen wird. Und wenn, dann empfehlen wir auf jeden Fall, sich nach einem Exemplar mit einem anderen Kühler umzusehen. Warum AMD zur Vorstellung auf einen derart ineffizienten Kühler setzt, ist uns schleierhaft. Schließlich beißt sich der Ersteindruck in den Köpfen der Kunden in der Regel fest.

ATi Radeon HD 5570
ATi Radeon HD 5570

Durchgängig Lob einstreichen kann die Radeon HD 5570 dagegen bei der Leistungsaufnahme. Unter Windows, beim Abspielen einer Blu-ray, beim Zwei-Monitor-Betrieb oder beim Spielen: Die Leistungsaufnahme ist auf der ATi-Karte sehr gering. Eine ansonsten ebenbürtige Radeon HD 4670 hat in dieser Disziplin klar das Nachsehen.

Für den voraussichtlichen Marktpreis von etwa 60 Euro ist die Radeon HD 5570 damit ein gutes Angebot. ATi hat es geschafft, die Karte in den brauchbaren Qualitätseinstellungen leicht gegenüber der Radeon HD 4670 zu verbessern. Natürlich sollten Vielspieler und Grafik-Enthusiasten zu einem deutlich schnelleren Paket greifen, für Gelegenheitsspieler reicht die Performance bei etwas verringerten Details aber meistens aus.

Hervorgehoben werden muss die durchaus beeindruckende Leistungsaufnahme der Radeon HD 5570, die öfters auf und manchmal nur knapp über dem Niveau einer Radeon HD 5450 liegt. Für Stromsparer bietet sich der 3D-Beschleuniger entsprechend an. Aufgepasst werden muss dagegen beim Kühlsystem, denn zumindest das Referenzdesign ist diesbezüglich nicht gerade gelungen.

Nicht vergessen werden sollten aber die Karten um die 70 Euro, die damit nur zehn Euro teurer sind, zum Teil aber spürbar mehr Leistung aufweisen. Diesbezüglich bietet sich die GeForce GT 240 von Nvidia an. Oder, noch besser, die Radeon HD 5670 von ATi. Vor allem letztere bietet gute 30 Prozent Mehrleistung, zieht dafür aber etwas mehr Strom aus der Steckdose.

ATi Radeon HD 5570
  • Öfters schnell genug für 1280x1024 1xAA/1xAF
  • Durchweg sehr niedrige Leistungsaufnahme
  • DirectX 11
  • Sehr gut für Blu-ray-Wiedergabe geeignet
  • 3D-Leistung oft zu niedrig
  • Für zukünftige Spiele zu langsam
  • Lüfter im Referenzdesign durchgängig zu laut

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