11/11 Coolermaster V6 GT im Test : CPU-Kühler mit weniger Zylindern

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Fazit

Coolermaster und High-End-Prozessorkühler – was wie ein perfektes Duo klingt, kann auch bei erneutem Anlauf der V-Serie nicht überzeugen. So gelingt es dem V6 GT nicht im Ansatz, die gut aufgestellte Konkurrenz ernsthaft zu gefährden. Dies begründet sich zunächst durch die gezeigte Kühlleistung. Selbst mit zwei Lüftern bestückt, reicht es nicht für echte Spitzenplatzierungen. Vor allem bei Drehzahlen unter 1.000 pro Minute und höherer thermischer Belastung bricht der V6 GT deutlich ein. Wie unsere Messungen mit Einzelbelüftung zeigen, fehlt es dem Coolermaster-Spross einfach an Rohleistung.

Noch weniger überzeugend ist allerdings die Serienbelüftung im Hinblick auf ihren Lautstärkecharakter. Zwar imponiert das verbaute PWM-Doppelgespann mit einem abgedeckten Drehzahlbereich von 300 bis 2.100 U/min, zufriedenstellend agieren die Ventilatoren dabei jedoch nicht. Störgeräusche in allen Facetten, vom Rotorschleifen bei Drosselung über deutliches Klackern und Brummen in höheren Regionen, überschatten ihren Lauf. Hinzu gesellt sich das dominante Antriebsgeräusch ab etwa 1.000 U/min aufwärts.

Coolermaster V6 GT – leider kein gutes Paket
Coolermaster V6 GT – leider kein gutes Paket

Auch bei der Montage hätte einiges besser gemacht werden können. Intel-Anwender müssen die Haltebügel für Sockel 775, 1156 und 1366 sehr umständlich auf ihre Plattform anpassen. Beim Fixieren des Kühlers mit entsprechendem Werkzeug stört die fest installierte Plastikhaube trotz demontierter Lüfter. Außerdem verhindert die üppige Bauhöhe von 165 mm den Einsatz des V6 GT in schmaleren Gehäusen.

Unterm Strich können wir leider zu wenige Argumente für den Coolermaster V6 GT finden. Zu viel unnötiger Kunststoff, zu geringe Rohleistung, keine guten Lüfter – da wird es der CM-Bolide nicht nur aufgrund des Verkaufspreises von derzeit etwa 50 Euro nicht leicht haben.

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