News Bei Störungen: Vectoring erhält Vorrang vor Glasfaseranschlüssen

Andy

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Wenn es auf der „letzten Meile“ zu Störungen zwischen Vectoring-Anschlüssen der Telekom und Glasfaser-Anschlüssen kommt, erhält der Vectoring-Zugang den Vorrang, besagt ein Beschluss der Bundesnetzagentur. Alternative Provider kritisieren diese Entscheidung massiv, die Telekom verteidigt das Vorgehen.

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bensel32

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Mir ginge es da weniger um die Telekom als um die Nutzer. Ich sage mal 400-600MBit ist nun kein Totalausfall der einem das Leben schwer macht. Macht ja keinen Sinn alle alten Anschlüsse totzulegen weil einige wenige schon Glasfaser nutzen können.
 

Tiimati

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So weit ich das verstehe, FFTB liegt bereits und jeder Hausbewohner kann G-Fast Verträge abschließen.

9 von 9 Parteien eines Hauses haben nun einen Vertrag für G-Fast. Dann zieht eine neue Partei ein und schließt einen Vektoring Vertrag ab, er braucht ja garnicht so viel Leistung.

Die Folge? 8/9 bekommen nicht mehr das, wofür sie schon länger bezahlt haben oder es wird gar der Anschluss abgeschaltet...
 

Toprallog

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Ist halt super praktisch für die Telekom, dass sie selbst und die Netzagentur ihren Sitz jeweils in Bonn haben. Solche Entscheidungen können ja auf dem kurzen Dienstweg bei einem netten Geschäftsessen geklärt werden.
 
Zuletzt bearbeitet: (Rechtschreibung)

Toaster05

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Ruff_Ryders88

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Ich finde den Beschluss auch richtig und stimme mit der Argumentation der Telekom überein. Es ist ein miteinander und kein gegeneinander. Die geringen Einbussen die Glasfasernutzer haben stehen in keinem Verhältnis zum Totalausfall den Vectoring Nutzer erleiden sollten. Ganz zu schweigen davon, dass da die Telekom eben Eigentümer ist und anderen Anbietern es frei steht, selber die Leitungen zu verlegen und die Kohle zu investieren. Alles richtig in meinen Augen.
 

Mulleperal

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Leider kann man sich als Netzwerkunkundiger zu der News absolut keine Meinung bilden, außer evtl. man ist voreingenommen von der Telekom.

Ich hab leider nicht herausfinden können um wieviel G.Fast oder Vectoring in seinen Frequenzbereich eingeschnitten wird und welche Übertragungsraten daraus resultieren.
 

Falbor

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Na das ist ja mal ein herumgeeiere, Wahnsinn :O

Nägel mit köpfen machen zahlt sich wesentlich mehr aus auf lange sicht, aber das will man anscheinend nicht, da sind maximal die nächsten 4 quartale der horizont
 

Baya

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KaHaKa

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Ganz zu schweigen davon, dass da die Telekom eben Eigentümer ist und anderen Anbietern es frei steht, selber die Leitungen zu verlegen und die Kohle zu investieren. Alles richtig in meinen Augen.
Eben nicht! Das ist ja der Witz!
Ausschlaggebend für den Beschluss ist die Frage, wer die Hoheit über die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) hat. Und das ist nach Ansicht der Bundesnetzagentur nicht der Hauseigentümer, sondern die Telekom, die das Kommunikationsnetz betreibt. Der Breko verweist dabei auf folgende Passage aus dem Beschluss: „Für die Verpflichtung zur Zugangsgewährung und damit für die Frage, ob Regelungen zur Endleitung im Standardangebotsverfahren getroffen werden dürfen, kommt es nicht darauf an, ob die Betroffene [die Deutsche Telekom] Eigentümerin der Endleitung ist. Zum Zugang verpflichtet ist nach § 21 TKG nicht der Eigentümer, sondern der (marktmächtige) Betreiber des Telekommunikationsnetzes, also derjenige, der die Funktionsherrschaft über das Netz besitzt.
Mit dieser Begründung würde die Telekom allerdings „
ein Quasi-Monopol über die so genannte Gebäudeverkabelung“ erhalten, kritisiert der Breko.
Die Telekom bekommt hier die Hoheit über Kabel, die der Hauseigentümer auf eigene Kosten in seinem Haus gelegt hat! Sie hat nichts dazu beigetragen, dass die da liegen, und darf jetzt anderen Betreibern sagen, sie sollen doch eigene Leitungen legen wenn‘s ihnen nicht passt, dass die Telekom ihre Leitung um 40-60% drosselt.
 

Firesign

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Beim Kabel siehts leider auch nicht besser aus. Bin vor knapp 2 Jahren wieder vom Kabel weg, da Unitymedia mit Ihrer tollen Umstrukturierung Probleme mit dem Internet im Kabelnetz einfach mal ausgesessen hat. Hatte ständig Verbindungsabbrüche und vom Service hat man niemanden ans Telefon bekommen.

Fazit: Wir alle leben im "prähistorischen" Internetzeitalter in Deutschland, ziemlich weit abgeschlagen von den "Hochkulturen".
 

bensel32

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So weit ich das verstehe, FFTB liegt bereits und jeder Hausbewohner kann G-Fast Verträge abschließen.

9 von 9 Parteien eines Hauses haben nun einen Vertrag für G-Fast. Dann zieht eine neue Partei ein und schließt einen Vektoring Vertrag ab, er braucht ja garnicht so viel Leistung.

Die Folge? 8/9 bekommen nicht mehr das, wofür sie schon länger bezahlt haben oder es wird gar der Anschluss abgeschaltet...
Wenn ich das richtig verstehe haben 9 von 9 Parteien einen Vectoring Vertrag und dann zieht eine neue Partei ein und schließt einen G.Fast-Vertrag ab.

Die Folge? 9/10 oder 8/9? Parteien werden gestört? :D
 

[wege]mini

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nun ja....

"In vielen Gebäuden werden Glasfaserleitungen bislang nur bis in den Keller verlegt, den Rest der Strecke bis in die Wohnungen überbrücken Glasfaser-Anbieter mittels G.fast.

hier liegt der hund begraben. bei neueren häusern oder in frisch sanierten, liegt glasfaser bis in die wohnungen :D das hat zwar auch gekostet, man nimmt die telebum aber raus aus dem geschäft. wer diese investitionen bisher schäute, hatte gehofft preiswert die kupfer leitungen mit oder exklusiv benutzen zu dürfen.

mfg
 

KaHaKa

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Find es richtig. Kann ja nicht sein, das ein DSL Nutzer zum Umstieg gezwungen wird, weil dem Nachbarn 500MBit zu langsam sind.
No offense, aber es würde beiden besser gehen wenn der DSL-Nutzer seinen Anschluss ersatzlos kündigen und stattdessen die 1GBit/s des Nachbarn mitnutzen würde. Dann hätten sie nämlich 1 Gibt/s, das sich zwei Haushalte teilen, statt dass ein Haushalt 50Mbit/s hat und bezahlt und der andere 500Mbit/s hätte, obwohl er 1Gbit/s bezahlt.
 

bensel32

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Suffwurst

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Ich kann die entscheidung auch komplett nachvollziehen. Soweit ich informiert bin ist aber auch g.fast der nächste Schritt bei der Telekom. Also sollte sich doch ab dem Zeitpunkt wieder alles glätten. Ich für meinen teil kann mit einem kabel internet nix anfangen. Denn ein Datenaustausch muss in beide richtungen flott sein und nicht nur im Download. Ich bekomme bald meinen Vectoring 100mbit anschluss und denke das reicht erstmal. Gigabit ist nice to have aber weiß nicht was man damit im Privat Sektor anfangen soll.
 
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