News Spotify-Beschwerde: EU bereitet Kartellverfahren gegen Apple vor

Palmdale

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Gleiches Recht für alle, bin auf den Ausgang gespannt. Könnt für das Obst jedoch bei ungünstigem Ausgang teuer werden, da sich die Strafen prozentual vom Umsatz errechnen. Wobei, Geld ist ja genug vorhanden...
 

EduardLaser

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Beef royal :)

Ich kann Spotify in der Hinsicht verstehen, denn sie dürfen nur Ihr Abo vertreiben wenn sie die 30% abdrücken, dabei gibt es auch andere Wege das Abo abzuschließen. Natürlich bietet Apple die Plattform dafür, aber das heißt nicht dass ich Konkurrenz unfair behandeln darf. Das nicht anbieten weiteren Möglichkeiten finde ich auch nicht gerade komfortabel für den Endverbraucher.
 
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flappes

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Selbst die 30% wären ja unproblematisch (zwar horrend hoch, aber naja), wenn Apple nicht gleichzeitig einen Konkurrenzdienst anbieten würde.
 

holdes

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Ich bin zwar auch Apple-User seit der ersten Stunde aber sowas kann man nur gut heißen. Gleiches Recht für alle!
Das ist hier aber eine ziemlich verzwickte Angelegenheit, jetzt könnte auch jeder andere App Anbieter daraufhin verlangen Abos ja ohne 30% Zahlung an Apple anbieten zu wollen denn sonst wäre Spotify wieder bevorzugt. Es gibt da gewisse Parallelen zu Epic und Steamdiskussionen. Natürlich könnten sie den Preis für ihre Abos unter iOS einfach anheben wären damit allerdings sicherlich zu uninteressant. Irgendwie kann ich für keinen beider Seiten hier Partei ergreifen.
 

Pinabuzz

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Beef royal :)

Ich kann Spotify in der Hinsicht verstehen, denn sie dürfen nur Ihr Abo vertreiben wenn sie die 30% abdrücken, dabei gibt es auch andere Wege das Abo abzuschließen. Natürlich bietet Apple die Plattform dafür, aber das heißt nicht dass ich Konkurrenz unfair behandeln darf.
Wieso kann Spotify nicht einfach den Weg von Netflix gehen und statt "mimimi" auf eigene Vertriebswege setzen? Netflix war die Gebühr auch zu viel also haben sie diese Bezahlmöglichkeit gestrichen.

Apple nutzt die 30% Gebühr u.A. auch dafür, um Guthabenaktionen zu finanzieren. Wöchentlich bekommt man 15-20% Extraguthaben "hinterhergeschmissen", wie soll sowas inkl. der Server finanziert werden?

Super finde ich auch von Spotify, dass man die Guthaben-Karten die man im Handel kaufen kann, nicht für Familienabos einlösen kann, oder man jahrelang die Bitte nach einer Watch App ignoriert hat.
 

RedGunPanda

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Das ist hier aber eine ziemlich verzwickte Angelegenheit, jetzt könnte auch jeder andere App Anbieter daraufhin verlangen Abos ja ohne 30% Zahlung an Apple anbieten zu wollen denn sonst wäre Spotify wieder bevorzugt...
Das sehe ich nicht so. Der gravierende Unterschied ist ja, dass Apple selbst keine Apps produziert (die Apple eigenen mal ausgenommen). Wir reden hier über den Teilbereich der Musik-Abos und wenn Apple selbst dort keine 30% Gebühr verlangt und sich nicht an die Vorgaben für den AppStore halten muss, ist das ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. Wer Apps entwickelt und die Guidelines für den iOS AppStore kennt, der weißt, wie restriktiv Apple ist was die Apps angeht.
 

holdes

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Das ist mir wohlbekannt, allerdings bin ich als Entwickler doch auch Nutznießer dieser Plattform und habe ohne zu tun direkt Millionen von potentiellen Kunden, alleine das ist doch schon mein Vorteil gegenüber einer eigenen Plattform in Form einer z.B. Geräteunabhängigen Homepage. Es zwingt mich niemand für iOS oder Android, Linux, Mac oder Windows zu entwickeln. Hier steht aber noch Infrastruktur dahinter welche ich nicht mehr selbst unterhalten muss (Download Server für die App z.B.), ob da 30% zu viel oder zu wenig sind sei dann mal dahingestellt aber du weißt was ich meine.

Das gleiche habe ich bei eBay oder Amazon ebenfalls: ich kann einen eigenen Webshop eröffnen den keine Sau kennt und verkaufe damit recht wenig oder ich verkaufe mein Zeug auch auf den beiden genannten Plattformen und mit einem Schlag erreiche ich Millionen Kunden mehr ohne mich bekannt machen zu müssen, das die dafür was abhaben wollen ist ja erst einmal nicht verkehrt.

Dazu sei natürlich auch noch gesagt, dass eben auch der Apple App Store und dessen Charts zur Spotify Verbreitung unter iOS Usern geführt hat. Stell dir einen AppStore ohne Vorschläge, Toplisten oder App-Anzeigen vor - einige Apps und deren Entwickler würde keine Sau kennen. Spotify wäre zwar trotzdem kein Unbekannter gewesen aber vielleicht auch nicht so groß wie heute.

Das ist auch der Grund warum ich mir hinter keine von beiden Seiten stellen könnte.
 
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paetson

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@RedGunPanda

Das ist halt der Vorteil als Anbieter dieser Plattform. Aber das Entwickeln, in standhalten kostet ja auch alles Geld. Um irgendeine Gebühr wird Spotify da nicht herum kommen. Denn Ihnen wird dadurch ja auch ein riesen Markt eröffnet.
 

Digi Quichotte

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Ist da Google oder Sony da etwa anders? Jedwede "Plattform" dient letztendlich dazu ein Monopol zu schaffen. Ob das Monopol Apple, Google, Steam, Microsoft oder sonstwie heißt ist doch letztendlich egal. Wobei ein Duopol auch nicht viel besser ist wenn man da z.B. an NVidia und AMD denkt.

Laut Gesetz ist der Staat eigentlich dazu verpflichtet seine Bürger vor Monopolen zu schützen. Doch selbst die EU ist mehr oder minder machtlos was digitale Monopole anbelangt.

Auf der anderen Seite, und das sollte man nicht vergessen, bieten Monopole in technischer Sicht auch Vorteile. Eine einheitliche Struktur und Verlässlichkeit ist wichtig als Investitionsgrundlage. Wenn man z.B. Linux und Windows vergleicht, so ist der Hauptgrund dafür daß Linux nach wie vor in der Versenkung der Bedeutungslosigkeit verweilt, die simple Tatsache, daß es nicht nur das eine Linux gibt, sondern gefühlt eine Million Derivate, Forks und was der Teufel. Somit macht erst die Unfähigkeit und Zerstrittenheit des "Guten", die Herrschaft des "Bösen" möglich. Erinnerungen an die Weimarer Republik und NSDAP werden wach.

Die Kernproblematik liegt schlicht am Durchschnittsalter von Politikern. Es sind analoge Menschen, die die Bedeutung der digitaen Gesellschaft nach wie vor nicht erkannt haben. Eine einheitlich Medienplattform stellt letztendlich nichts anderes wie ein Zahlungsmittel da. Es einfach globalen Firmen zu überlassen ist einfach naiv und kurzsichtig. Es gehört mMn, wie jedwede kritische Infrastruktur, in staatlicher Hand und nicht einfach irgendwelchen Finanzhaien überlassen.
 

EduardLaser

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Auch die einzige Plattform, um Apps auf das Gerät zu bekommen. Würden sie Alternativen (sideload, alt. Stores) anbieten, wäre dieses Verfahren hinfällig.
Das wird in diesem Universum wohl nie passieren. IOS ist dafür einfach viel zu verschlossen
Wieso kann Spotify nicht einfach den Weg von Netflix gehen und statt "mimimi" auf eigene Vertriebswege setzen? Netflix war die Gebühr auch zu viel also haben sie diese Bezahlmöglichkeit gestrichen.

Apple nutzt die 30% Gebühr u.A. auch dafür, um Guthabenaktionen zu finanzieren. Wöchentlich bekommt man 15-20% Extraguthaben "hinterhergeschmissen", wie soll sowas inkl. der Server finanziert werden?

Super finde ich auch von Spotify, dass man die Guthaben-Karten die man im Handel kaufen kann, nicht für Familienabos einlösen kann, oder man jahrelang die Bitte nach einer Watch App ignoriert hat.
Das geht natürlich auch so, aber es geht Spotify auch darum, dass sie auf keine anderen Möglichkeiten hinweisen dürfen. Meiner Meinung nach läuft das alles nicht unter einem fairen Wettbewerb.
 

Kalsarikännit

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Che-Tah

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Ich frag mich immer, warum sich Menschen wie @Che-Tah mit solchen Beiträgen in einem Forum veröffentlichen. Keine Ahnung, haben solche Menschen einfach Lust stunk zu machen oder was sollen so sinnlose Kommentare? :-)
Ich habe ein iPhone 7 Plus und bin damit zufrieden.

Klar haben die 300% Aufschlag:

Das Apples iPhone 7 wurde auf seine Herstellungskosten untersucht. IHS Markit stellt in seiner Analyse fest, dass die Herstellung eines iPhones mit 32 Gigabyte dem Technologiekonzern etwa 225 US-Dollar kostet
https://futurezone.at/produkte/so-viel-kostet-das-iphone-7-in-der-produktion/222.321.968

...und die Entwicklungskosten von iOS kannst du nicht nur aufs Handy drauf schlagen... sonst hätte der Store ja 0 Kosten und nur Gewinne.
 

mRcL

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[...], oder man jahrelang die Bitte nach einer Watch App ignoriert hat.
Das ist z.b. auch ein Punkt, weshalb Spotify sich benachteiligt behandelt fühlt. Spotify hat sehr wohl immer danach gestrebt ihren Dienst auch auf der Watch verfügbar zu machen; Apple hat es aber nicht zugelassen, weil sie damit das Paket aus Watch & Apple Music besser vermarkten können.


Was den Streit generell angeht, gebe ich dir aber Recht, dass Spotify das "Netflix-Modell" wählen sollte und die Abos über Ihre Website verkaufen sollen.
 

holdes

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@Che-Tah

Und die ganzen zig tausenden Arbeitsplätze + Transport + Werbekosten und FE unterschlägt man dann direkt mit wenn man ausschließlich einen Bauteil EK betrachtet. Jedes und zwar wirklich jedes Produkt auf der Welt beinhaltet immens viele verschiedenen Kosten welche aus mehr als nur das reine Material zurückzuführen sind. Wenn du nur die Metall und EK Preise bei einem Auto betrachtest wird dir dann erst recht schlecht.
 

Khaotik

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Finde ich schon gerechtfertigt von Spotify. Es ist ok wenn Apple einen Betrag für die Nutzung der Plattform verlangt. Ist auch völlig Legitim. MMn wäre es aber fairer, die Gebühr an der Anzahl der Downloads bzw. aktiven Nutzer festzumachen.
Wo es dann Unfair wird, ist die Bezahlmethode. Würde man hier auch abseits von Apple bezahlen können, (Paypal, Bankeinzug etc.) wäre es denke ich kein Problem. So fließen aber 30% von jeder Zahlung direkt an Apple. Im Grunde also 30% der Nutzerbeiträge.
Der sehr restriktive AppStore von Apple hat eben seine Vor- und Nachteile. Im Gegensatz zum PlayStore wird wesentlich besser geprüft, was da so im Store rumfliegt (Malware etc.) Auf der anderen Seite können so aber App-Entwickler auch stark eingeschränkt werden.

Ich hoffe, dass Spotify hier recht bekommt und Apple sich anpassen muss. Womöglich sollten sie eben ihr Finanzierungsmodell mit den 30% überdenken.
 
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