3/23 GTX 480 & GTX 470 : Weitere Tests und Details zur neuen Nvidia-Grafikkarte

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Tessellation/DX11-Performance

Ohne Zweifel, das wichtigste neue Feature der GeForce-GTX-400-Generation ist die Unterstützung von DirectX 11. Die überarbeitete API soll den PC-Spielen einen deutlichen optischen Schritt nach vorne ermöglichen und setzt dazu auf verschiedene Techniken. Die zwei wichtigsten hören auf die Namen Tessellation sowie Direct Compute. Während es ersteres ermöglicht, dass der Entwickler ohne allzu großen Aufwand aus wenigen deutlich mehr Polygone erschaffen kann (um so detailliertere Objekte zu erstellen), sorgt letzteres dafür, dass auf der Grafikkarte Daten abseits des 3D-Renderings berechnet werden können - auch parallel zu den klassischen Aufgaben in einem 3D-Spiel.

Derzeit befinden sich sechs DirectX-11-Spiele auf dem Markt, die sich allesamt in unserem Testparcours wiederfinden. So nutzt Battleforge zum Beispiel den Compute Shader, um die Performance zu erhöhen. Metro 2033 setzt dagegen primär die Möglichkeit Tessellation ein. Zudem schauen wir uns noch Alien vs. Predator 2, Battlefield: Bad Company 2, Colin McRae Dirt 2, Just Cause 2 sowie Stalker – Call of Pripyat genauer an. In den Bereich der synthetischen Benchmarks fallen das bekannte Unigine Heaven 2.0 sowie Stone Giant, eine neue Techdemo, die primär auf Tessellation setzt.

Als Auflösung nutzen wir durchweg 1920x1200, wobei wir sowohl ohne Anti-Aliasing und die anisotrope Filterung als auch mit den beiden qualitätssteigernden Features testen. Neben den üblichen Balkendiagrammen bietet wir zusätzlich so genannte Verlaufsdiagramme an, um einen genauen Überblick über die Testszene zu erhalten.

Alien vs. Predator 3

AvP 3 – 1920x1200
  • DX9:
    • HD 5870, 1xAA/1xAF
      109,0
    • GTX 480, 1xAA/1xAF
      108,5
  • DX11:
    • HD 5870, 1xAA/1xAF
      127,5
    • GTX 480, 1xAA/1xAF
      99,9
    • GTX 480, 4xAA/16xAF
      66,6
    • HD 5870, 4xAA/16xAF
      31,9
  • DX11 + Tessellation:
    • HD 5870, 1xAA/1xAF
      126,0
    • GTX 480, 1xAA/1xAF
      98,0
    • GTX 480, 4xAA/16xAF
      65,3
    • HD 5870, 4xAA/16xAF
      31,1
  • DX11 + weiche Schatten:
    • HD 5870, 1xAA/1xAF
      118,7
    • GTX 480, 1xAA/1xAF
      105,5
    • GTX 480, 4xAA/16xAF
      61,2
    • HD 5870, 4xAA/16xAF
      30,5
  • DX11 + beidem:
    • HD 5870, 1xAA/1xAF
      115,9
    • GTX 480, 1xAA/1xAF
      88,3
    • GTX 480, 4xAA/16xAF
      59,5
    • HD 5870, 4xAA/16xAF
      30,0

In Alien vs. Predator 3 verhalten sich beide Grafikkarten merkwürdig. So bricht die Radeon HD 5870 zum Beispiel extrem ein, wenn Anti-Aliasing genutzt wird. Die GeForce GTX 480 läuft mit aktivierten weichen Schatten schneller als ohne das Feature – beides darf eigentlich nicht passieren. Wir vermuten in beiden Fällen, dass es sich um einen Treiberfehler handelt.

Abseits davon zeigt die Radeon HD 5870 durchweg eine sehr gute Leistung, solange die Kantenglättung abgeschaltet wird, und liegt unter DirectX 11 durchweg spürbar vorne – und das gar mit aktivierter Tessellation. Je nach Detailstufe liegt der Vorsprung bei 31 bis 19 Prozent. Mit vier-facher Kantenglättung ist das Spiel auf der ATi-Karte dagegen kaum flüssig wiederzugeben, während die GeForce GTX 480 keine Probleme damit hat.

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