Im Test vor 15 Jahren: Nintendos Game Boy Advance SP ging ein Licht auf

Robert McHardy 74 Kommentare
Im Test vor 15 Jahren: Nintendos Game Boy Advance SP ging ein Licht auf

tl;dr: Mit dem Game Boy Advance SP (Test) brachte Nintendo im Jahr 2003 eine überarbeitete Version des beliebten Handheld Game Boy Advance heraus, die einige Mängel wie das nicht beleuchtete und kratzempfindliche Display ausbesserte. Abseits davon gab es aber keinerlei neue Technik.

Das Notebook-Handheld

Der Game Boy Advance (GBA) erschien als Weiterentwicklung des Game Boy (Color) im Jahr 2001. Gegenüber den Vorgängern bot der GBA Technik auf dem Stand eines verbesserten Super Nintendos in Form einer 32-Bit-RISC-CPU mit 16,77 MHz. Er war nicht nur mit den neuen GBA-Spielen, sondern auch mit vorherigen Titeln kompatibel, und besaß einen größeren Bildschirm. Trotzdem musste das Handheld einige Kritik einstecken: Der Bildschirm war nicht beleuchtet, was Spielen bei Sonneneinstrahlung erschwerte, er zerkratzte leicht und Nutzer mit großen Händen hatten Probleme mit der Ergonomie der Tasten.

Technische Daten des Game Boy Advance SP (GBA SP)
Kategorie Beschreibung
Prozessor ARM 32-Bit-RISC-Prozessor (ARM7TDMI-S) und 8-Bit-CISC-Prozessor bei 16 MHz
Systemspeicher 32 kByte WRAM + 96 kByte VRAM (CPU) 256 kByte WRAM (extern)
Display Aufklappbarer 2,9-Zoll-TFT-Bildschirm (40,8 × 61,2 mm),
Vollfarbdisplay mit 240 × 160 Bildpunkten und 32.768 gleichzeitig darstellbaren Farben
Sound 2 Kanal-Stereosound (auch Sprachausgabe möglich)
Tasten 8+2 Tasten (Steuerkreuz (4), A, B, Select, Start sowie 2 Schultertasten L+R)
Schnittstellen Link-Interface zum Anschluss von weiteren GBA/GBA SP Konsolen, Game Cube oder Game Boy
Stromversorgung eingebauter Lithium-Ionen-Akku
Sonstiges Software auf speziellen Cartrige-Modulen, Schreibzugriff für Spielstände möglich (Flash-Speicher),
maximaler Speicher pro Modul: 32 MByte (durch Bankswitching auch größere Speicherbereiche adressierbar)
Maße (L×B×H) 82 × 84,6 × 24,3 mm
Gewicht ca. 143 Gramm
Preis ca. 130 Euro

SP für „Special“

Nintendos Reaktion auf die Kritik war die Vorstellung des Game Boy Advance SP im Jahr 2003. Der GBA SP besaß intern weiterhin die gleiche Technik, kam allerdings äußerlich in komplett neuem Gewand. Statt des breit gezogenen Designs des ursprünglichen Game Boy Advance wurde beim SP auf ein sogenanntes Notebook-Design gesetzt: Das Handheld bestand aus zwei Rechtecken, die mit einem Scharnier verbunden waren. So ließ sich der GBA SP einfach zusammenklappen, um das Display zu schützen und die Konsole zu verstauen.

Zudem erhielt die Neuauflage einen beleuchteten Bildschirm und wurde statt mit zwei AA-Batterien mit einem wiederaufladbaren Li-Ion-Akku betrieben. Erste Modelle (AGS-001) verfügten über eine Frontbeleuchtung des Bildschirms, die sich auch komplett abschalten ließ, während eine spätere Neuauflage (AGS-101) über eine zweistufige, nicht abschaltbare Hintergrundbeleuchtung verfügten. Weitere Verbesserungen des Displays umfassten einen höheren Kontrast sowie bessere Blickwinkel. Dafür fiel der Klinken-Anschluss dem Rotstift zum Opfer; wer mit Kopfhörern spielen wollte, der musste dafür separat einen Adapter erwerben.

Einen Neukauf nicht wert, für Neueinsteiger empfohlen

Die von Nintendo umgesetzten Verbesserungen machten den Game Boy Advance SP zu einer deutlich besseren Konsole als ihren Vorgänger. In nur drei Stunden war im Test der Akku wieder auf voller Leistung aufgeladen und bereit für weitere 10 bis 18 Stunden (mit/ohne Displaybeleuchtung) Spielspaß. Auch das verbesserte Display machte einen guten Eindruck. Die Ausgabe in Höhe von etwa 130 Euro rechtfertigten die Verbesserungen für Besitzer eines Game Boy Advance allerdings nicht, insbesondere da an der Hardware des Handhelds nichts verändert wurde. Wer jedoch davor schon mit einer portablen Konsole von Nintendo liebäugelte, für den war der GBA SP die deutlich bessere Wahl als der ältere GBA.

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